“Energiekostendämpfungsprogramm” unterstützt Unternehmen mit sehr hohen Energiezahlungen

Anträge müssen bis zum 31.08.2022 gestellt werden!

Die Unterstützung von Unternehmen mit sehr hohen Energiezahlungen ist jetzt möglich. Anträge für das Energiekostendämpfungsprogramm können beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) ab sofort bis zum 31.08.2022 gestellt werden. Auf der Website der BAFA erhalten Sie einen Überblick über das Förderprogramm und Hinweise zur Antragstellung.

Grundsätzlich wird ein Teil der Erdgas- und Stromkosten von Februar bis September 2022 bezuschusst, soweit sich der Preis im Vergleich zum Durchschnittspreis 2021 mehr als verdoppelt hat. Bedingung ist, dass die Branche auf der sog. KUEBLL-Liste ist (S. 84) und der Betrieb min. 3 % Energiekosten hat.

Die Grundförderung beträgt max. 30 % der gestiegenen Kosten bis zu einer Höhe von 2 Mio. Euro. Mehr erhalten Firmen, die zudem einen Betriebsverlust nachweisen und noch einmal mehr erhalten besonders energieintensive Branchen auf der EU-Liste des Temporary Crisis Framework.

Besonders zu beachten:

  • Erdgas wird in den Fördermonaten Juli bis September (ursprünglich war Juni bis Sept. vorgesehen) nur bis zu 80 Prozent derjenigen Menge bezuschusst, die das Unternehmen im gleichen Vorjahreszeitraum verbraucht hat.
  • Erste Abschlagszahlung i. H. v. 80 % ist innerhalb von wenigen Wochen nach Antragstellung – auch für erst zukünftig erwartete Kosten – möglich.

Neuerungen gegenüber bisherigem Entwurf:

  • im Unternehmensverbund können mehrere Unternehmen Anträge stellen, allerdings gilt die maximale Förderungssumme für den ganzen Unternehmensverbund,
  • die Konzernmutter selbst muss kein negatives EBITDA für die höheren Förderungsstufen aufweisen.

Das Zuschussprogramm ergänzt die seit Ende April bzw. Anfang Mai laufenden KfW-Kredite, Bund-Länder-Bürgschaftsprogramme und seit dem 17. Juni 2022 Margining-Absicherungen. Es hat ein Volumen von 5 Mrd. Euro.